SPÖ: „Ein Pfeiler macht noch keine Lösung“
Suchan-Mayr und Wahl: Region droht Verkehrschaos rund um Donaubrücke Mauthausen
Mit Kritik reagieren die niederösterreichische Landtagsabgeordnete und Bürgermeisterin von St. Valentin, Kerstin Suchan-Mayr, sowie der oberösterreichische Landtagsabgeordnete Erich Wahl auf die jüngsten Jubelmeldungen rund um die Bau-Posse bei der Donaubrücke Mauthausen.
Während die Verantwortlichen die Sanierung des ersten der Sieben Pfeiler abfeiern, fehle für die Menschen in der Region weiterhin jede konkrete Antwort darauf, wie das massive Verkehrschaos während der Sperre der bestehenden Brücke verhindert werden soll.
„Ein Pfeiler macht noch keine Brücke. Die Menschen in der Region wollen keine PR-Fotos von Betonpfeilern sehen, sondern endlich klare Antworten darauf, wie sie künftig zur Arbeit, in die Schule oder zum Arzt kommen sollen“, kritisiert Suchan-Mayr.
Die SPÖ-Politiker verweisen darauf, dass das begleitende Verkehrskonzept zahlreiche Schwachstellen und dringenden Handlungsbedarf in der Region aufzeigt – insbesondere beim öffentlichen Verkehr, bei Park&Ride-Angeboten, bei Radverbindungen und bei der Verkehrslenkung. Trotzdem bleibe vieles bis heute unklar oder vage angekündigt.
„Schwarz-Blau in Niederösterreich und Oberösterreich beschwören ständig den Zeitplan einhalten zu wollen. Aber für die Bevölkerung und die Wirtschaftsbetriebe in der Umgebung wird dabei nur eines immer klarer: Noch mehr Stau, noch mehr Ausweichverkehr und noch mehr Belastung für die Anrainer und die Gemeinden“, so Wahl.
Besonders kritisch sehen Suchan-Mayr und Wahl, dass die angekündigten Begleitmaßnahmen zur Sperre vielfach weder ausreichend konkretisiert noch sichtbar umgesetzt seien. Gerade Pendlerinnen und Pendler sowie die Wirtschaftsbetriebe in der gesamten Region brauchen aber dringend Planungssicherheit. „Die Menschen haben ein Recht darauf zu erfahren, wie der Verkehr während der Sperre organisiert werden soll. Stattdessen erleben wir seit Monaten Ankündigungen ohne nachvollziehbare Lösungen. Das ist zu wenig“, betont Suchan-Mayr.
Auch Wahl fordert endlich einen realistischen Maßnahmenplan statt politischer Selbstbeweihräucherung: „Wer täglich in der Region unterwegs ist, weiß, wie angespannt die Verkehrssituation ist. Wenn die bestehende Brücke gesperrt wird und wesentliche Maßnahmen fehlen oder nur halbherzig umgesetzt werden, steuern wir auf ein massives Verkehrschaos zu.“
Die beiden Abgeordneten fordern daher ein sofortiges, transparentes Update über sämtliche Begleitmaßnahmen, einen verbindlichen Zeitplan für deren Umsetzung sowie eine ehrliche Kommunikation gegenüber der Bevölkerung. „Die Menschen in der Region brauchen keine Hochglanzmeldungen, sondern funktionierende Lösungen“, so Suchan-Mayr und Wahl abschließend.
Zum Bild (Fotoquelle SPÖ):
SPÖ Bürgermeister:innen und SPÖ Gemeindevertreter:innen der Region rund um die Donaubrücke trafen sich zum Austausch.
Am Foto von l.n.r.:
Stehend: Gemeinderat Christopher Knöbl aus St. Pantaleon-Erla, Bgm. Thomas Punkenhofer aus Mauthausen, Bgm. Christian Deleja-Hotko aus Enns, LAbg. Erich Wahl, Bezirksgeschäftsführerin Sylvia Breselmayr
Sitzend: Bgm. Daniel Lachmayr aus Ennsdorf, LAbg. Bgm.in Kerstin Suchan-Mayr aus St. Valentin, Abg.z.NR Sabine Schatz und GVV-Bezirksvorsitzender Walter Hofstätter aus Mauthausen.
